1 SCHWALBE - Standard-Schlauch kostet bei uns z.Zt. 6,- €. Die SCHWALBE Liste 2010 empfiehlt für einen solchen Schlauch 6,90 €.
Natürlich gibt es "billigere" Schläuche - im Baumarkt sicher für 1,99 € oder noch weniger...
ABER: Finden Sie das dauernde Nachpumpen der Luft nicht auch lästig? Bei Billigschläuchen müssen Sie das ganz oft - bei Schwalbe nur alle 3 Wochen 0,8 bar nachpumpen.
Vielleicht haben Sie sich schon mal gefragt, warum man überhaupt nachpumpen muß?
Die Luftmoleküle sind so klein, daß sie durch das "Gummi" der Schläuche durchdiffundieren. Das Material spielt also eine wichtige Rolle!
Dagegen gibt es nur zwei Maßnahmen:
1) das Rad mit Kohlensäurepatronen aufpumpen (wie sie bei Bierzapfanlagen benutzt werden, ist aber teuer, umständlich und umweltschädlich - Co² hat größere Moleküle und diffundiert viel langsamer) - oder, besser:
2) Einen guten (sprich möglichst "lufthaltigen") Schlauch verwenden!
SCHWALBE ist nicht umsonst Marktführer geworden, sondern durch den Einsatz von gutem Material. Da wir uns als Fachgeschäft betrachten, halten wir es für wichtiger, gutes - statt billiges Material zu verkaufen.
Zweites Beispiel:
Der Reifen SCHWALBE "Marathon Allround Reflex" - bei uns 23,50 €, in der aktuellen SCHWALBE Preisliste EVK: 24,95 €.
Selbstverständlich gibt es "billigere" Reifen! In jedem Baumarkt gibt es spottbillige chinesische Reifen, sogar oft mit Pannenschutz, unter 10 €... Warum nicht die kaufen?
Unsere Erfahrung mit "Billigreifen" seit Jahren:
Sie laufen schwer. Sie werden schnell spröde und rissig. Sie sind schnell abgenutzt. Sie bieten geringen Pannenschutz - die Arbeits- und Umweltbedingungen in China lasse ich mal außen vor...
Der "Marathon" ist seit etwa 20 Jahren "Europas beliebtester Tourenreifen" - zu Recht! Er vereint die teilweise widersprüchlichen geforderten Eigenschaften an einen Fahrradreifen:
Er läuft leicht, bietet guten Pannenschutz, Griffigkeit und Haltbarkeit - und rechnet sich über die Jahre auf jedem Fall - stets den richtigen Luftdruck vorausgesetzt...
Werkstattpreise.
Empfinden Sie einen Stundensatz von 44,- € als "zu viel Geld"?
Womit vergleichen Sie das? Mit den Preisen von 1975? Mit "Opa Schulze", dem Hinterhofschrauber, der längst Rente bezieht? Das ist nicht vergleichbar!
Fragen Sie: Andere Fahrradgeschäfte in Bremen (wir haben hier Spannen von etwa 40 bis 60 €), - in ganz Deutschland (in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt sind 70 € eher der Durchschnitt...),
Frage Sie andere Handwerksbetriebe - Klempner, Elektriker, KFZ-Werkstätten, Friseure, Änderungsschneidereien, Maler, Glaser etc.: Sie werden feststellen, daß diese Betriebe auch mindestens 40 € nehmen, meist mehr (nehmen müssen - übrigens):
Von diesen 40 € gehen erst mal 19% als MwSt direkt ans Finanzamt. Danach kommen Miete, Personal- Energie- Kommunikations- Versicherungs- Wareneinkaufs- Werbungskosten, Investitionskosten (Werkzeuge etc.), KFZ-Kosten fallen bei mir nur für gelegentlichen Leihwagen an, für einen eigenen Wagen reicht der Ertrag nicht. Zinsen, Gebühren für EDV-Leasing, EC-Cash, Kontoführungsgebühren, Handwerkskammer- Gebühr, Berufsgenossenschaft. etc....
Der Rest ergibt dann den betrieblichen Rohertrag. Dieser muss weiter versteuert werden, und zwar mit Einkommensteuer und Gewerbesteuer.
Vom kleinen Rest muss dann noch die (doppelte) Krankenversicherung und Rentenversicherung bezahlt werden, schön wäre es, etwas sparen zu können - geht aber nicht, bleibt nicht genug über.
Tatsächlich komme ich dann auf einen Netto - Stundenlohn von etwa 6 - 7 Euro - das was ich "mit nach Hause nehmen" kann.
Tja, "reich werden" geht anders - haben Sie sich "Selbständig sein" so in etwa vorgestellt?
Anders, als "Otto Normalverbraucher" vielleicht denkt...
ist es auch nicht so, daß im Fahrradbereich (von manchen Herstellern oder ganz großen Ketten abgesehen...) irgend jemand wirklich "reich" wird - ganz im Gegenteil, Pleiten - von Herstellern, Groß- und Einzelhändlern - sind keine Seltenheit... (Sie erinnern sich an "Fahrrad Schröder"? Großhandel "Gebrüder Sie"? Hersteller "Kynast"?)
Und dann gibt es noch viele Hersteller, wo es nach der (tw. mehrfachen, oder Beinahe-) Insolvenz mit neuem Betreiber weiterging...
Das liegt daran, daß im Fahrradbereich weder große Margen realisiert werden können (wie es z.B. im Möbelhandel oder in der Druckertintenherstellung ist oder war) noch riesige Stückzahlen realisiert werden können (wie im KFZ-Bereich, hunderttausende Exemplare eines Modells).
Und da das Produkt Fahrrad oft "nur" wenige hundert Euro kostet - im Gegensatz zu einem Auto - zigtausend Euro - sind auch keine hohen Stundenlöhne oder Stundensätze für Endverbraucher durchsetzbar, da das "reingesteckte" Geld immer in Relation zum Gesamtwert des Produktes gesehen wird.
Wenn also ein "kleiner" Fahrradhändler am Ende des Jahres auf einen Stundenlohn von 5,- ....8,- € kommt, ist das leider "normal" - das machen eigentlich nur Idealisten freiwillig mit!
So viel erst mal zum Thema "Relativität von Preisen"... wer das nicht glaubt, (und einen Hauch von Betriebswirtschaft versteht...) - dem zeige ich meine BWA gern mal in einer ruhigen Minute...
Öffnungszeiten*: Mo.-Fr. 10-13 Uhr und 15-18 Uhr, Sa*. 10-13 Uhr
* Winteröffnungszeiten von Oktober bis März = Samstags geschlossen!