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Gerhard Funke, (Zweirad-) Mechanikermeister, Jahrgang '59
... inzwischen mit rund 35 Jahren Berufserfahrung...
 Ausbildung zum Zweiradmechaniker '75 - '79,
danach als Geselle in verschiedenen Bremer Zweiradbetrieben tätig.
Meisterprüfung 1989, anschließend Eröffnung des ersten eigenen Geschäftes
Fahrradhaus West
in Bremen-Walle, Nordstraße
Bremerhavener Straße
1991 Umzug in größere Räumlichkeiten in d. Bremerhavener Str., HB-Walle
weitere interessante Tätigkeiten
Ab 1993 ging das Geschäft mit neuen Fahrrädern in Walle jedoch langsam zurück, so daß ich mich schweren Herzens entschied, das Geschäft am 31.10.1995 zu schließen. Danach war ich als Meister in verschiedenen Betrieben in Deutschland beschäftigt.
Am spannendsten empfand ich meine Zeit 2002 - 2006 beim Stuttgarter SHIMANO - Importeur
Paul Lange & Co - www.paul-lange.de/
Bei dem ich erstmals einen Einblick in den Großhandel bekam, neueste SHIMANO - Produkte kennen lernte, die PC-Arbeit, Bildbearbeitung, Kundenhotline u.v.m.
"Angewachsen" bin ich im Ländle jedoch net... ;-)))
Danach wieder in Norddeutschland, wo eine weitere interessante Tätigkeit meinen Horizont erweiterte:
In der Fahrradproduktion des Großhändlers und Herstellers "Hartje" in Hoya:
www.hartje.de/
Ich hatte zwar schon früher im eigenen Laden hunderte von eigenen Rädern aufgebaut; aber Hartje fertigt sehr sorgfältig u. professionell einige tausend Räder im Jahr. Beeindruckend!
Bastian Fietz, Jahrgang '86
Auszubildender, seit September 2008
Grundsätze
Wir verstehen uns durchaus als "Edelschrauber" - d.h. wir montieren unsere neuen Fahrräder sehr sorgfältig fahrfertig - bedeutet, an allen erforderlichen Stellen befindet sich Fett - um ein Festkorrodieren von Lenker- oder Sattelstützen, Pedalgewinden etc. jahrelang zu verhindern.
Wir stellen alle einstellbaren Lager ein - das bedeutet oft, das Vorder- oder Hinterrad herauszunehmen - zeitaufwendig, machen wohl nur sehr wenige Werkstätten... lohnt sich aber für Sie:
Das Rad läuft deutlich leichter, und ein perfekt eingestelltes Lager hält natürlich viel länger als ein zu stramm eingestelltes Lager (serienmäßig sind die Lager zu 95% immer zu fest eingestellt).
Alle Teile, die theoretisch rosten / korrodieren können, behandeln wir mit Sprühwachs.
Wenn ein qualitativer Ausreißer am Fahrrad ist - z.B. "alles fein bis auf die Plastik-Pedale" oder die Glocke, welche immer von selber klingelt - tauschen wir diese Komponenten von vornherein aus (das geht natürlich nicht bei Rädern zu 250,- €, da man bei diesen Rädern fast alles austauschen müßte *lach*)
Nach unserer Auffassung sollte ein Fahrrad:
Leicht laufen, lange Jahre halten, möglichst wartungsarm und robust sein, dabei nicht zu schwer, einen Rahmen mit guten Fahreigenschaften haben, zuverlässiges, möglichst helles und legales Licht haben, es sollten sich niemals irgendwelche Schrauben von selbst lösen, leichgängige, gut dosierbare Bremsen haben, gut zu Ihren Körpermaßen passen - und Sie sollen sich darauf wohlfühlen.
Das alles ist heutzutage erreichbar, aber der Weg geht nicht daran vorbei, dafür einiges Geld in die Hand zu nehmen... gute Räder gibt es durchaus zwischen 500 und 1000 Euro.
Darüber hinaus Geld auzugeben macht Sinn, wenn Sie:
Besonders groß oder schwer sind; individuelle Gestaltungswünsche haben, das Maximum an Schaltgenauigkeit herausholen möchten, die jeweils besten technischen Möglichkeiten, einen besonderen Rahmen wollen oder ein Vielfahrer mit etwa 5000 oder mehr Jahreskilometern sind...
Wenn Sie mal vergleichen, was für ein Fahrrad Sie Anfang der 80er Jahre für 800 - 900 DM bekommen haben und stellen ein heutiges Rad daneben, werden Sie feststellen, daß Fahrräder kaum teurer, aber technisch viel besser geworden sind.
Ein Rad der o.g. Preisklasse - ein wenig Sachverstand, regelmäßige Pflege und Wartung vorausgesetzt - hält locker 10 - 15 Jahre, das sollte man bei der Investition bedenken.
Wenn Sie weniger als 500 € ausgeben wollen / können,
gehen eben nur einfache Felgen, verzinkte Speichen, fragwürdige Beleuchtung, NoName "Bremsen", die zwar viel Handkraft benötigen, aber kaum Bremswirkung haben, dafür schleifen sie dauernd... Billigbereifung, die zwar schwer läuft, aber schnell spröde wird, Federgabeln und Federsattelstützen, deren Plastikbuchsen in spätestens 2 Jahren völlig verschlissen sind, sackschwere Rahmen (obwohl aus Alu...), wackelige, dünne Gepäckträger(chen), Schaltungen, die möglicherweise eine Zeitlang funktionieren, aber nicht mehr nach einem Winter... Satire? Leider Alltagserfahrungen!
Der Preis eines Fahrrades ergibt sich aus der Güte seiner Komponenten, hier ein paar Beispiele:
Einfacher Halogenscheinwerfer: Ab 7,- €, ein wirklich heller, moderner LED-Scheinwerfer (dessen LED ein Fahrradleben lang hält...) ~ 30.... 60,- €.
1 Verzinkte Speiche: 0,20 €, Nirospeiche: 0,40 €, Endverstärkte Nirospeiche: 0,70 €
Einfache Stahlschutzbleche: 15,- €, leichte und haltbare Bleche aus Metall-Kunststoff - Verbund - Material: ab 30,- €
Und so geht das bei jeder kleinen Schraube, jedem Bauteil, jedem Lager, Pedale usw. weiter - es gibt immer mehrere Qualitäts-Stufen.
Kaum eine Rolle spielt das, wenn Sie nur 45 kg wiegen, das Rad lediglich zu Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt benutzen, nie bei Regen fahren, das Rad warm und trocken abstellen können, und einen Papa haben, der das Rad dann aufpumpt und mal die Kette schmiert... ;-)))
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